FORUM ALTE MUSIK KÖLN

Vorschau auf die Saison 2019 | 2020

22. September 2019 | 17 Uhr | WDR-Funkhaus

CONCERTO ROMANO | Leitung: ALESSANDRO QUARTA

Paola Valentina Molinari, Sonia Tedla Chebreab – Sopran | Chiara Brunello – Alt | Riccardo Pisani –Tenor | Mauro Borgioni – Bariton

Il San Vito

Bernardo Pasquini: „Il Martirio dei Santi Vito, Modesto e Crescenzia sotto la Titrannide di Diocleziano“

Bernardo Pasquini ist nördlich der Alpen vor allem als Organist bekannt, zu dem seinerzeit Talente wie Georg Muffat und Johann Philipp Krieger nach Rom pilgerten, um sich in der Tastenkunst den letzten Schliff zu holen. Das Ensemble Concerto Romano stellt ihn mit seinem Oratorium über den Heiligen Vitus von Sizilien einmal als grandiosen Musikdramatiker vor. Das Werk von 1687, das mit einer atemberaubenden Apotheose des Märtyrers im Kolosseum endet, ist beim Forum Alte Musik Köln in deutscher Erstaufführung zu erleben.

10. November 2019 | 17 Uhr | Museum für Angewandte Kunst

KRISTIN VON DER GOLTZ – Violoncello | CHRISTINE SCHORNSHEIM – Cembalo

Musikalische Wege in Europa

Sonaten des 18. Jahrhunderts mit Violoncello und Cembalo von Nicola Francesco Haym,

Joseph Bodin de Boismortier, Evaristo Felice Dall’Abaco, Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi und Luigi Boccherini

Lange schätzte man das Violoncello als treuen Bass-Begleiter, dann profilierte es sich nach 1700 zunehmend auch als Solist. Die neue Art des Cellospiels verbreitete sich wie so viele musikalische Novitäten von Italien aus in ganz Europa. In ihrem reizvollen Duo-Programm besuchen die Cellistin Kristin von der Goltz und die Cembalistin Christine Schornsheim London und Paris, München und Hamburg, aber auch das fränkische Schloss Wiesentheid, wohin Antonio Vivaldi Cellosonaten lieferte. Die Reise endet im Madrid Luigi Boccherinis.

24. November 2019 | 17 Uhr | Trinitatiskirche

MIRIAM ANDERSÉN – Sopran, Harfe | GUILLERMO PÉREZ – Organetto | LUCIA MENSE – Flöten | SUSANNE ANSORG – Fidel, Rebec

... et cantantibus organis!

Balladen und Vespergesänge an die Heilige Cäcilia sowie Lauden aus Cortona und Florenz an Märtyrerinnen, Jungfrauen und Heilige

Die Erhebung der Heiligen Cäcilia zur Schutzpatronin der Musik beruht wohl auf einem mittelalterlichen Übersetzungsfehler. Doch wie dem auch sei: der römischen Märtyrerin aus dem 3. Jahrhundert sind zu allen Zeiten berührende Gesänge zugedacht worden. Die schönsten davon hat mit Miriam Andersén, Guillermo Pérez, Lucia Mense und Susanne Ansorg ein außergewöhnliches Team von Spezialist(inn)en zur Aufführungspraxis früher Musik ausgesucht.

15. Dezember 2019 | 17 Uhr | Trinitatiskirche

MARION ECKSTEIN – Mezzosopran
NEOBAROCK

Maren Ries, Anna-Maria Smerd – Violine | Ariane Spiegel – Violoncello | Stanislav Gres – Cembalo

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Weihnachtliche Vokal- und Instrumentalmusik von Heinrich Ignaz Franz Biber, Christoph Bernhard, Jan Pieterszoon Sweelinck, Johann Heinrich Schmelzer, Giuseppe Valentini, Johann Schelle u. a.

Umflort von goldgleißendem Licht steigt ein Engel auf die Welt hinab und verkündet: „Fürchtet euch nicht!“ Mit diesem Bild aus Heinrich Ignaz Franz Bibers „Rosenkranz-Sonaten“ eröffnet NeoBarock sein weihnachtliches Programm „Wie schön leuchtet der Morgenstern“. In Werken des 17. Jahrhunderts lässt das Kölner Ensemble gemeinsam mit der Sängerin Marion Eckstein die barocke Vorstellung vom Wunder der Heiligen Nacht in einer ländlichen Idylle lebendig werden, in der man dem Jesuskind Hirtenmusiken an der Krippe spielt.

2. Februar 2020 | 17 Uhr | Trinitatiskirche

FRANZ VITZTHUM – Countertenor | STEFAN MAASS – Laute | FLAUTANDO KÖLN

Ye Sacred Muses

Musik aus Englands Goldenem Zeitalter von Heinrich VIII., William Byrd, John Dowland, Anthony Holborne und John Playford

Die Regentschaft Königin Elisabeths I. gilt als Zeitalter der Musen in England. William Byrd und John Dowland stehen dafür sinnbildlich mit ihren Consort-Kompositionen und Lautenliedern. Schon Elisabeths Vater Heinrich VIII. galt ungeachtet seiner gnadenlosen Machtpolitik als sensibler Schöngeist. Er komponierte selbst und liebte den Klang der Blockflöten, wie seine Instrumentensammlung belegt. Flautando Köln, Franz Vitzthum und Stefan Maass entführen in eine Welt vornehmlich subtiler Töne.

22. März 2020 | 17 Uhr | Museum für Angewandte Kunst

JACQUARD QUARTET
Evgeni Sviridov, Anna Dmitreva – Violine | Corina Golomoz – Viola | Leonhard Bartussek – Violoncello

Russische Quartette

Streichquartette von Joseph Haydn, Anton Ferdinand Tietz und Ludwig van Beethoven

Im 18. Jahrhundert wurde auch das Zarenreich zum vielversprechenden Wirkungsort süd- und mitteleuropäischer Musiker: Komponisten wie Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven versorgten von Österreich aus die russische Adelsgesellschaft mit ihrer Musik. Anton Ferdinand Tietz aus Nürnberg verbrachte selbst prägende Jahre in St. Petersburg. In klassischen Streichquartetten aus und für Russland präsentiert sich mit dem Jacquard Quartet ein junges Kölner Ensemble mit russischer Geigenbesetzung.

10. Mai 2020 | 17 Uhr | Museum für Angewandte Kunst

LES PASSIONS DE L’AME

Meret Lüthi – Violine | Anne Parisot – Traversflöte | Alexandre Foster – Violoncello | Els Biesemans – Hammerflügel

Salon Beethoven

Ludwig van Beethoven: Sinfonien Nr. 1 C-Dur op. 21 und Nr. 2. D-Dur op. 36 in Kammerarrangements von Johann Nepomuk Hummel und Ferdinand Ries

Eine klassische Sinfonie ansprechend aufzuführen, braucht es manchmal nur drei oder vier Leute – wenn sie denn hervorragend Violine, Flöte, Violoncello und Klavier spielen und espritvolle Arrangements zur Hand haben. Das Ensemble Les Passions de l’Ame beweist das am Beispiel der ersten beiden Sinfonien Ludwig van Beethovens. Dessen Kollegen Johann Nepomuk Hummel und Ferdinand Ries haben seinerzeit die passenden Quartett- und Trio-Versionen vorgelegt.

14. Juni 2020 | 17 Uhr | WDR-Funkhaus

STUDIERENDE DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND TANZ KÖLN | ORCHESTRA KAIROS | Leitung: KAI WESSEL

Ergastos Amouren

Giacomo Greber: „Gli amori d’Ergasto“

Mit „Gli amori d’Ergasto“, der ersten italienischen Oper auf englischem Boden, eröffnete 1705 das Londoner Opernhaus am Haymarket. Der Komponist war ein Deutscher namens Giacomo Greber. Einer Wiener Wiederaufführung von 1711 verdanken wir die Noten – und der Initiative von Kai Wessel, dass diese reizvolle Pastorale jetzt wieder erklingt. Neben hervorragenden Studierenden aus den Kölner Hochschulklassen gibt damit das junge Orchestra Kairos sein Debüt beim Forum Alte Musik Köln.