Musikerdatenbank

Concerto Köln

Concerto KölnLeidenschaftliches Musizieren und die ungebrochene Lust an der Suche nach dem Unbekannten, das sind die Markenzeichen von CONCERTO KöLN. Seit nunmehr 30 Jahren zählt das Orchester mit dem unverwechselbaren Klang zu den führenden Ensembles im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Mit regelmäßigen Auftritten in den großen Musikmetropolen der Welt und bei renommierten Festivals steht Concerto Köln einerseits für herausragende Interpretationen Alter Musik von internationalem Rang, andererseits ist das Ensemble im Kölner Musikleben fest verwurzelt. So fand etwa die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem gefeierten Countertenor Valer Sabadus ihre Fortsetzung beim Jubiläumskonzert am 20. Dezember 2015 in der Kölner Philharmonie. Weitere Höhepunkte der Saison 2015/16 waren eine große Deutschlandtournee mit der Sopranistin Julia Lezhneva und Projekte mit Giuliano Carmignola, Mahan Esfahani, Christoph und Julian Prégardien sowie dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Peter Dijkstra. Gastspiele führten Concerto Köln dabei nach Norwegen, Frankreich und in die Schweiz sowie an die Nederlandse Opera in Amsterdam, wo man mit Andrea Marcon Händels Ariodante erarbeitete. Darüber hinaus wurde das Ensemble von den Audi-Sommerkonzerten Ingolstadt für eine von Kent Nagano dirigierte konzertante Aufführung von Mozarts Idomeneo verpflichtet und bei den Schwetzinger Festspielen zu Cavallis Veremonda unter der Leitung von Gabriel Garrido.

Als Mitglieder eines selbstverwalteten Orchesters tragen die einzelnen Musiker in besonderem Maße die Verantwortung für den Erfolg von Concerto Köln. Mayumi Hirasaki und Shunske Sato als ständige Konzertmeister sowie Lorenzo Alpert als künstlerischer Leiter sind hierbei für die interne Meinungsfindung maßgeblich. Künstlerische Projekte wie CD-Aufnahmen oder Konzerttourneen sowie die Auswahl von musikalischen Partnern werden innerhalb des Orchesters diskutiert und entschieden. Dabei beweisen die Musiker seit vielen Jahren, dass künstlerischer Anspruch nicht im Widerspruch zu Publikumserfolg steht.

Unter den bedeutenden Dirigenten, mit denen Concerto Köln in jüngerer Zeit zusammenarbeitete, finden sich prominente Namen wie Ivor Bolton, Pablo Heras-Casado, Daniel Harding, Marcus Creed sowie Laurence Equilbey und Emmanuelle Haïm. Die langjährige Zusammenarbeit mit René Jacobs ist durch mehrere preisgekrönte CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Mozarts Così fan tutte, Händels Saul und Grauns Cleopatra e Cesare. Die Diskografie des Ensembles umfasst mittlerweile mehr als 70 Aufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik, dem Grammy Award, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem MIDEM Classic Award, dem Choc du Monde de la Musique, dem Diapason d’Année oder dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurden. Seit 2008 ist Concerto Köln eng mit dem Label Berlin Classics verbunden, bleibt daneben aber auch für andere Labels aktiv. Die aktuelle CD mit Werken von Avison und Scarlatti knüpft an die Tradition von Concerto Köln an, Werken vergessener Komponisten wie Joseph Martin Kraus, Evaristo Felice dall’Abaco und Henri-Joseph Rigel zu einer Renaissance zu verhelfen. Internationale Aufmerksamkeit erregte auch die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Wiederentdeckung von Vincis Artaserse mit Philippe Jaroussky, Franco Fagioli, Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus in den Hauptrollen. Die zuletzt erschienenen Aufnahmen – Bachs Violinkonzerte mit Giuliano Carmignola, Violinkonzerte von Haydn mit Midori Seiler sowie Mahan Esfahanis Projekt Time Present and Time Past, das Scarlatti und Bach mit Gorecki und Steve Reich kombiniert – sind erneut Zeugnisse für die stilistische Bandbreite von Concerto Köln. Fulminante Besprechungen erhielten darüber hinaus die 2014 eingespielten Brandenburgischen Konzerte.

Zu den weiteren künstlerischen Partnern von Concerto Köln zählen die Mezzosopranistinnen Cecilia Bartoli und Vivica Genaux, die Sopranistinnen Simone Kermes, Nuria Rial, Rosemary Joshua und Johannette Zomer, die Countertenöre Andreas Scholl, Maarten Engeltjes, Bejun Mehta und Carlos Mena, die Tenöre Werner Güra, Christoph und Julian Prégardien, die Pianisten Andreas Staier und Alexander Melnikov, der Violinist Giuliano Carmignola sowie das Ensemble Sarband, der Balthasar-Neumann-Chor, die Chöre des WDR, NDR und BR, das Collegium Vocale Gent, der Schwedische Rundfunkchor, die Regensburger Domspatzen, der RIAS-Kammerchor, Accentus und Arsys de Bourgogne.

Als Kulturbotschafter der Europäischen Union (2012) gehört das Orchester auch in Köln und Nordrhein-Westfalen zu den musikalischen Aushängeschildern. Dabei kann es sich für die Umsetzung seiner Ideen auf die Hilfe zahlreicher Partner verlassen: Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Kunststiftung NRW und das Goethe-Institut unterstützen das Ensemble unter anderem bei der Erforschung und der Umsetzung von musikalischen Projekten. Die RheinEnergieStiftung Kultur und die Stiftungen der Kreissparkasse Köln ermöglichen maßgeblich das umfangreiche und einzigartige Vermittlungsprogramm Die Hörpiraten. Mit den AfterWorkClassix unterstützt der TÜV Rheinland eine Konzertreihe, bei der dem Publikum neue Programme und wiederentdeckte Werke präsentiert werden. Seit 2009 besteht zudem eine enge Partnerschaft mit dem High-End-Audiospezialisten MBL, die dem Orchester eine intensive Auseinandersetzung mit dem Klang und der Wiedergabe von Aufnahmen ermöglicht.

 

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